Bernhard Schwarze

Am Anfang meiner bildnerischen Arbeit standen die Öl- und die Acrylmalerei. Doch statt mit Pinseln lässt sich auch mit Pixeln im Computer malen. Die Begegnung mit den machtvollen grafischen Instrumenten der Computergrafik hat für mich eine ganz neue Dimension erschlossen. Als ein Grenzgänger suche ich seit Jahren in einer Mixed Media Technik malerische Mittel und Computertechnik zusammen zu führen. In einer eigens entwickelten Relieftechnik lässt sich dabei vielfach die Ausdruckskraft grafischer Musterbildungen plastisch vertiefen. Dabei entstehen sozusagen Hybride von Computergrafik und Malerei.

Computergrafik           Öl- und Acrylmalerei

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Besonders haben es mir die Musterbildungen der Natur angetan, diese meist unbeachtet bleibenden kleinen Kunstwerke etwa in einer Holzmaserung, in den Strukturen eines Minerals, in der Nahaufnahme eines Blattes oder im Geäst einer Baumkrone. Diese Naturformen sind das Rohmaterial. Im Bildbearbeitungsprozess des Computers werden die natürlichen Musterbildungen herausgeschält. Es gilt die grafische Ausdruckskraft herauszuarbeiten und für das Auge freizusetzen. In weiteren Arbeitsschritten können verschiedene Strukturen zu neuen und für unsere Sehgewohnheiten oft überraschenden Verbindungen verwoben werden. Es kommt zu einem Spiel mit unserer Vorstellungskraft und zur Entdeckung ungeahnter Entsprechungen. Holz- oder Kristallstrukturen erinnern an eine Skyline. Die Modulbauweise organischer Wuchsformen wird in Beziehung gesetzt zu realen Architekturelementen. Musterbildungen der großen Welt begegnen uns oft auf der Mikroebene im Kleinen. Die Maserungen eines Minerals können assoziativ an Landschaften, Canyons, Ruinenstädte oder einen Wolkenhimmel erinnern. Und entsprechendes gilt auch umgekehrt. Die großen Gestaltbildungen sind oft ein Spiegelbild des Kleinen. Ein Grundanliegen ist es, grafisch das Beziehungsgefüge unterschiedlicher Ebenen zu bearbeiten, Entsprechungen von Mikro- und Makroebene, organischer und anorganischer Welt, Natur und Zivilisation in ihren Verschränkungen nachzuspüren.Wenn es darum geht, die Welt im Reichtum ihrer Feinstrukturen als ein sich durchdringendes Netzwerk abzubilden, bietet sich die Computergrafik wie kaum ein zweites künstlerisches Medium an.